Kommunale Wärmeplanung

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Kommunale Wärmeplanung

Am 15. Oktober 2024 hat die Gemeinde Buch am Erlbach mit der kommunalen Wärmeplanung begonnen. Dabei erhält Buch am Erlbach Unterstützung vom Ingenieurbüro Luxgreen Climadesign GmbH aus Regensburg, das mit der Umsetzung beauftragt wurde. Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es, die Grundlage für eine zukunftsfähige und umweltfreundliche Wärmeversorgung zu schaffen, die auf regional erzeugte erneuerbare Energien setzt. Die Kosten für dieses Projekt werden zu 90 % durch das Förderprogramm der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz finanziert.

Projektlaufzeit: 15.10.2024 – 31.09.2025
Förderkennzeichen 67K28981
Projektträger: Zukunft-Umwelt-Gesellschaft gGmbH

Zielsetzungen Bayerns

Klimaneutralität bis 2040: Bis dahin soll der gesamte Gebäudebestand im Freistaat keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr verursachen.

Reduzierung der Erdüberhitzung: Bayern möchte durch den Klimaschutz Extremwetterereignisse und deren Folgen verringern.

Kostenschutz für Bürger: Die Wärmewende soll Bürger vor steigenden Kosten fossiler Brennstoffe schützen.

Wie läuft die kommunale Wärmeplanung ab

Die Wärmeplanung ist ein strukturierter Planungsprozess, der die Wärmeversorgung umweltfreundlicher und effizienter machen soll. Die Inhalte der Planung sind durch das Wärmeplanungsgesetz festgelegt. Ziel ist eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Bereich der Wärmeversorgung mit gleichzeitiger Gewährleistung der Versorgungssicherheit. Die Planung wird dabei in mehrere Phasen untergliedert:

Bestandsaufnahme: Wie sieht die aktuelle Wärmesituation aus?

Potenzialanalyse: Welche Möglichkeiten bieten erneuerbare Energien in der Region? Welche Ressourcen stehen zur Verfügung?

Zukunftsszenarien-Entwicklung: Welche Möglichkeiten gibt es für eine nachhaltige Wärmeversorgung in der Zukunft?

Umsetzungsstrategie: Welche konkreten Schritte müssen unternommen werden, um die zuvor simulierten Ziele zu erreichen?

Die Datengrundlage ist entscheidend

Die erste Phase der Wärmeplanung beginnt mit einer umfassenden Datenerhebung. Hierbei werden aktuelle Daten zur bestehenden Wärmeinfrastruktur (z.B. Wärmenetze), dem Energiebedarf und potenziellen Wärmequellen (z.B. unvermeidbare Abwärme, Wärmeüberschuss von Biogas-BHKWs) gesammelt und analysiert. Diese Daten sind unerlässlich, um ein genaues Bild von den derzeitigen Bedingungen und möglichen Optimierungsfeldern zu erhalten.

Parallel zur Datenerhebung wird in den kommenden Wochen eine Bürgerumfrage gestartet. Diese soll die Meinungen, Bedürfnisse und Vorschläge einholen. Die Teilnahme der Bevölkerung ist ein wesentlicher Bestandteil des Projekts, da sie damit sowohl direkt als auch indirekt von den Ergebnissen der Wärmeplanung betroffen sein werden. Alle sind herzlich eingeladen, sich an der Umfrage zu beteiligen und Ihre Ideen und Wünsche einzubringen. Ihre Rückmeldungen werden direkt in die Planung einfließen und helfen, die Maßnahmen praxisnah und an den Bedürfnissen der Bevölkerung abgestimmt zu gestalten.

Aktuelle Fördermöglichkeiten im Überblick

KfW-Zuschuss Nr. 458: Heizungsförderung für Privatpersonen – Wohngebäude

  • Zuschuss bis zu 70 % der förderfähigen Kosten
  • für Eigentümerinnen und Eigentümer von bestehenden Wohngebäuden in Deutschland
  • für den Kauf und Einbau einer neuen, klimafreundlichen Heizung

KfW-Kredit Nr. 261: Förderung von Sanierung und Kauf

  • Förderkredit ab 1,69 % effektivem Jahreszins für Sanierung und Kauf
  • bis zu 150.000 Euro Kredit je Wohneinheit für ein Effizienzhaus
  • weniger zurückzahlen: zwischen 5 % und 45 % Tilgungszuschuss
  • zusätzliche Förderung möglich, z. B. für Baubegleitung

Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW)

Sollte ein Wärmenetz entstehen, kann dies über die BAFA-Förderung für effiziente Wärmenetze gefördert werden. Bei dem Bau eines Wärmenetzes werden zunächst mit dem Modul 1 eine Machbarkeitsstudie angefertigt, deren förderfähige Kosten zu 50 % bezuschusst werden.

Häufig gestellte Fragen

1. Was ist kommunale Wärmeplanung?

Die kommunale Wärmeplanung ist ein strategischer Prozess, der darauf abzielt, die Wärmeversorgung einer Gemeinde oder Stadt nachhaltig, effizient und klimafreundlich zu gestalten. Dabei wird der aktuelle Wärmebedarf analysiert, potenzielle erneuerbare Wärmequellen identifiziert und Maßnahmen zur Reduktion von CO2-Emissionen entwickelt.

2. Welche Information erhalten Bürgerinnen und Bürger durch den Wärmeplan?

Transparenz: Eigentümer erhalten Informationen über geeignete Technologien zur Wärmeerzeugung für ihr Gebiet.

Planungssicherheit: Bürger können erkennen, wann und wie ein Umstieg auf klimaneutrale Versorgung in ihrem Quartier, ihrer Straße oder ihrem Haus stattfinden wird.

3. Warum ist die kommunale Wärmeplanung wichtig für unsere Kommune?

Bayern hat sich das Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. Da der Wärmebereich einen großen Anteil der CO2-Emissionen ausmacht, ist die kommunale Wärmeplanung ein Maßnahmenkatalog zur Erreichung der Wärmewende hin zu einer emissionsfreien Wärmeversorgung.

4. Wie wird die Wärmeplanung finanziert?

Die kommunale Wärmeplanung wird zu 90 % durch die Förderung der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz unterstützt.

5. Wie können sich die Bürgerinnen und Bürger beteiligen?

Die Bürgerinnen und Bürger können sich aktiv an der kommunalen Wärmeplanung beteiligen, indem sie an der bevorstehenden Umfrage teilnehmen und ihre Meinungen, Bedürfnisse und Vorschläge, einbringen. Zudem wird es Informationen auf der kommunalen Homepage, eine Informationsveranstaltung und Workshops geben, bei denen die Bewohnerinnen und Bewohner sich direkt einbringen und informieren können.

6. Welche kurzfristigen Maßnahmen werden ergriffen?

Zu den ersten Schritten gehören die Erhebung aktueller Daten zur bestehenden Wärmeinfrastruktur und zum Energiebedarf. Zudem wird eine Bürgerumfrage gestartet, um Bedürfnisse und Meinungen der Bevölkerung zu erfassen. Diese Maßnahmen bilden die Grundlage für die weiteren Planungen.

7. Wird meine Heizung ausgetauscht werden müssen?

Ob und wann eine Heizungsanlage ausgetauscht werden muss, hängt von den individuellen Gegebenheiten ab. In einigen Fällen könnte der Austausch einer veralteten oder ineffizienten Anlage empfohlen werden, um den Energieverbrauch und die CO2-Emissionen zu senken. Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung werden Gebiete als potenzielle Fokusgebiete für Wärmenetze identifiziert. Ob Ihre Immobilie in einem Fokusgebiet liegt, erfahren Sie im Rahmen der öffentlichen Informationsveranstaltung, sowie über den veröffentlichten Wärmeplan im Sommer 2025. Sie werden rechtzeitig über das Rahmenprogramm informiert. Die Umsetzung der potenziellen Wärmenetze obliegt dem lokalen Energieversorger.

8. Wie lange dauert die kommunale Wärmeplanung?

Der Prozess der kommunalen Wärmeplanung gliedert sich in mehrere Phasen und wird voraussichtlich im September 2025 fertiggestellt. Die erste Phase, die Datenerhebung und die Bürgerbeteiligung, wird etwa 3-4 Monate andauern. Die darauffolgende Entwicklung von Szenarien und Maßnahmen wird im April fertiggestellt. Die schrittweise Umsetzung erfolgt nach der kommunalen Wärmeplanung und kann mehrere Jahre andauern.

9. Was passiert nach der Wärmeplanung?

Nach Abschluss der Wärmeplanung werden konkrete Handlungspläne vorliegen, die aufzeigen, wie die Maßnahmen zur nachhaltigen Wärmeversorgung schrittweise umgesetzt werden können. Anhand der Handlungspläne wird in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Energieversorgern die Umsetzung von Wärmenetzen geprüft.

10. Wie werde ich über den Fortschritt informiert?

Die Gemeinde wird regelmäßig über den Fortschritt der Wärmeplanung informieren. Dies wird über verschiedene Kanäle geschehen, darunter die städtische Webseite, der Gemeindespiegel und Informationsveranstaltungen.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

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